Text Maximilian Dippold
Fotos Anja Kaufmann

Etwa eine Autostunde von Dogliani beginnt die Küste des Ligurischen Meeres. Westlich von Genua schmiegen sich kleine Küstenstädtchen in die Buchten und Täler, die durch die ins Meer abfallenden Hügel entstehen. Einer dieser Orte ist Noli. Gut behütet von den teilweise terrassierten Hügelketten auf der einen Seite und dem stahlblauen ins Türkis neigende Meer auf der anderen Seite, entstand hier vor über 1000 Jahren eine florierende Hafengemeinde. Bis heute ist dieser mittelalterliche Charme im ganzen Ort zu spüren, moderne Hafenanlagen oder andere Bausünden verschonten die Küste bisher. Hinter der sonnendurchfluteten Strandpromenade führen alte Torbögen in den Ortskern und damit in eine andere Zeit. Schmale Gassen, stattliche Wohntürme, versteckte Piazzas mit bunten Cafés erzeugen eine wunderbar gemütliche Atmosphäre, behütet durch den wachsamen Blick der Burgruine „Castello di Monte Ursino“, die auf einem der Hügel thront und fast von jeder Gasse gesehen werden kann.
Noli ist ein hervorragender Tagesausflug für alle die Freude an authentischen italienischen Städtchen, Strand und Meer haben. Sommer wie Winter.
Tipp: Am besten die Autobahn meiden. So spart man sich nicht nur die Maut, sondern wird auch noch mit wunderbaren Panoramen und verschlafenen Ortschaften belohnt (ca. 20 min länger).