Ciao Bella und Bello,

Mein Name ist Bobby. Ich bin mir fast sicher, dass es sich dabei um die Kurzfassung von Bobbinger oder Bobolino handelt. Ganz genau weiß ich es jedoch nicht. Oft werd ich einfach nur Bubi genannt. Sehr einfallsreich ist das nicht, aber ja, ich bin ein Bub. Besser gesagt ein Good Boy.

Geboren bin ich in eine liebevolle türkische Großfamilie. Meine neue Familie hat mich adoptiert als ich gerade mal ein paar Monate alt war. Ich habe 2 ältere Brüder. Sie sind zweieiige Zwillinge. Sie sind gebürtige Bregenzerwälder, darum reden wir oft aneinander vorbei. Ich liebe sie sehr, obwohl sie mich von Anfang an in meine Schranken gewiesen haben. Große Brüder eben.

Sportlich und das zwar sehr, trainiere ich jeden Tag. Ein professionelle Sportkarriere habe ich jedoch nie angestrebt, da meine Eltern dies wohl für eine unschöne Zukunft für mich hielten.

Von meiner Umgebung oft belächelt als Angsthase bin ich trotzdem meiner Berufung als Security Guard nachgegangen. Es ging mir nie darum eine Machtposition auszuüben. Eher hatte ich schon immer den Drang meine Geliebten zu beschützen und Ungerechtigkeiten zu melden. Schon sehr früh habe ich meine Brüder aus den heikelsten Situationen gerettet. Ich war und bin immer sehr bedacht gewesen, dass die beiden nicht in Schwierigkeiten geraten.
Zuhause bin ich die Moralkeule und weise die beiden gerne zurecht. Die letzte Instanz ist dann oft, dass ich sie verpfeife. Jedoch immer mit dem Hintergedanken, dass ich das allgemeine Wohl in der Familie aufrecht erhalte.

Das zweite mal bin ich nun in Italien. I Love it. Dieses mal ists grad noch besser, da wir hier im Piemont sind. Der Geruch leckerer Würste liegt in der Luft. Seit ich hier bin hatte ich schon das Vergnügen den ein oder anderen Italiener kennenzulernen. Sie nennen mich Bello, das gefällt mir. Nachts darf ich meine Menschen beschützen. Ich hatte bemerkt, dass fiese Rieseneichhörnchen versuchen zur nächtlichen Stunde das Haus zu erobern. Aber nicht mit mir, liebe Leute. Ich glaube ja insgeheim zu wissen, dass ich nur mit im Urlaub bin, weil ich wieder mal meine Menschen beschützen muss.

Der Pool im Garten ist bei meinem täglichen Training mit meiner Frisbee ein kleines Problem. Ständig fällt mein roter Freund ins Wasser und ich muss sehr schnell reagieren. Zack, rüber und raus. Das ein oder andere Mal hatte ich das Gefühl, dass meine Menschen sich einen Spaß daraus machten.

Mille Grazie, Yvonne. Ich habe gehört, du bist verantwortlich dafür, dass ich mit durfte. Ich habe alles sehr genossen. Das Beste daran waren all die neuen Gerüche, die ich aufsaugen durfte und ich kann einfach nur sagen: Wau!

 

Text Bobby

Fotos Sarah Mistura Agentur Rosa